Große Pläne in Düsseldorf

Die Messe baut

Die nächsten Interpacks werden Stück für Stück auf erneuertem Grund stattfinden – die Messe Düsseldorf investiert mehrere 100 Millionen Euro in ihr Gelände.

Frisch verlegt: Fläche vor Halle 4.

Fotocredit: Stefan Becker

Wer während der Interpack 2026 zwischen den Hallen pendelte, konnte es deutlich sehen: Die Messe modernisiert. Sichtbarstes Zeichen waren die Abbrucharbeiten am Verwaltungsgebäude hinter dem Messe-Center und frische Flächen etwa vor den Hallen 4 und 18a. Aber auch das moderne Konferenzzentrum im ersten Stock von Halle 1 machte Eindruck. Andere Stellen dagegen wirkten ein bisschen in die Jahre gekommen, zum Beispiel Halle 9 – die Halle, die nach den Rolltreppen des Eingangs Nord und dem Durchschreiten des Foyers auf der linken Seite liegt. Hier beginnt im Juni die Modernisierung: Halle 9 geht außer Betrieb, wird umfassend erneuert und um 2.000 Quadratmeter Fläche erweitert, kündigt die Messe Düsseldorf an. Geplant sei an der Halle zudem ein ergänzendes modernes Funktionsgebäude mit Eingängen und Konferenzräumen. Insgesamt würden hier 200 Millionen Euro investiert.

2026 (einer der Eingänge zu Halle 9).

Fotocredit: Stefan Becker (links) und Messe Düsseldorf/SmartCave Solutions (rechts)

2028 (Visualisierung der geplanten Halle 9, Blickrichtung aus Nordosten).

Halle 9 soll 2028, also rechtzeitig zur Interpack 2029, im neuen Glanz strahlen. Ebenfalls für 2028 ist die Fertigstellung der neuen, 100 Millionen Euro teuren Verwaltungszentrale geplant: Der „Messe Düsseldorf Cube“ werde rund 14.000 Quadratmeter Arbeitsfläche, einen begrünten Innenhof, Fotovoltaikanlagen und energieeffiziente Heizungen bieten. Angestrebt werde eine Zertifizierung nach dem Standard „DGNB Gold“ der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen. Bis 2040 dann soll unter anderem im nördlichen Eingangsbereich und an Halle 7 (der Halle 9 gegenüber) weiter modernisiert werden. Das Gesamtvolumen der Investitionen belaufe sich in den Jahren 2000 bis 2040 auf 1,45 Milliarden Euro.

2026 (Abbruch des Verwaltungsgebäudes).

Fotocredit: Stefan Becker (links) und SOP Architekten (rechts)

2028 (geplanter Neubau „Messe Düsseldorf Cube“).

„Die Messe Düsseldorf befindet sich in einer Phase des Aufbruchs und Umbruchs“, sagt Wolfram N. Diener, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf. Aussteller und Besucher der nächsten Interpack-Auflagen werden das verfolgen können. Und auch schneller zur Messe kommen: Im Herbst 2026 soll eine direkte U-Bahn-Verbindung zwischen dem Düsseldorfer Flughafen und der Messe ihren Dienst aufnehmen.

Autor: Stefan Becker

Nachgefragt: ÖPNV-Ticket

Warum schließt das Messeticket keine ÖPNV-Nutzung mehr ein wie früher?, fragten Aussteller beim Messerundgang des „Packreports“. Hier ist die Antwort der Messe Düsseldorf.

„Das frühere Kombiticket wurde nach Auslaufen der entsprechenden Vereinbarungen mit den Verkehrs­verbünden Ende 2021 nicht fortgeführt. Hintergrund ist, dass dieses Angebot von allen Messeteilnehmerinnen und -teilnehmern gleichermaßen mitfinanziert wurde – unabhängig davon, ob sie den ÖPNV tatsächlich genutzt haben oder nicht. Zugleich haben sich die digitalen Ticket­angebote im Nahverkehr deutlich weiterentwickelt. Mit ,Eezy‘ steht heute ein einfacher, nutzungsbasierter Service zur Verfügung: Fahrgäste checken bei Fahrtantritt ein und am Ziel wieder aus. Dadurch ist die Bedeutung und Not­wendigkeit eines pauschal integrierten Kombitickets deut­lich gesunken. Im Ticketshop der Messe Düsseldorf ver­weisen und verlinken wir aktiv auf dieses Angebot (,Eezy‘-App).“