Interpack
Und? Was gibt’s Neues?
Von Bündelpackern bis Wraparound – die Interpack wird vor Novitäten bersten. Der packREPORT hat die Pressemitteilungen gesichtet und bringt eine Auswahl. Notgedrungen eine kleine und subjektive.
Hugo Beck
Halle 11/Stand A74

Mit „Paper S“ gepackte Bündel Bild: Hugo Beck
Hugo Beck zeigt den kompakten Bündelpacker „Paper S“ für nachhaltige Transport- und Sekundärverpackungen aus Papier. Der neue kompakte Bündelpacker ermöglicht eine enge Verpackung mit Kraftpapier – mit oder ohne Tray – und bietet damit eine sichere sowie ressourcenschonende Lösung für Transportverpackungen in unterschiedlichsten Branchen, darunter FMCG-Hersteller und Retail-Ready-Anwendungen. Die Maschine verpackt Produkte mit Überlappung und optimierter Heißleim-Verklebung, wodurch eine feste und stabile Verpackung entsteht. Das Ergebnis sind für Transport und Handling sichere Gebinde, die Herstellern den Umstieg von Schrumpffolie oder Kartonsystemen erleichtern, während die Produktstabilität entlang der gesamten Lieferkette gewährleistet wird.
Fraunhofer IVV
VDMA-Stand, Halle 4/Stand C54

Hochgeschwindigkeits-Impulsschweißen für Monofolien Bild: Fraunhofer IVV
Das Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV zeigt unter anderem die patentierte Technologie „HIS“ zum effizienten Siegeln von Monofolien. Im Vergleich zu herkömmlichen Wärmekontaktverfahren spart diese Methode 95 Prozent Energie und ist flexibel einsetzbar – etwa bei anspruchsvollen Anwendungen wie Hochgeschwindigkeitsprozessen oder temperatursensitiven Produkten. Die flexible Entwicklungs- und Testanlage »MoTiV« ermöglicht die Analyse von Materialeigenschaften, gezielte Tests von Prozessparametern und Werkzeugen sowie die Realisierung von Prototypen ab Stückzahl 1. Die Ergebnisse lassen sich direkt für die Produktion nutzen. Mit dem neuen Fügeverfahren „Papure“ können 100 Prozent recycel- und kompostierbare und gleichzeitig 100 Prozent sicher gesiegelte Papierverpackungen hergestellt werden.
Fujifilm
Halle 8a/Stand B66

„Jet Press FP790“von Fujifilm Bild: Fujifilm
Fujifilm zeigt eine Digitaldruckmaschine für flexible Verpackungen: Die „Jet Press FP790“ ist als Alternative zu Flexodruck- und Tiefdruckmaschinen gedacht. Momentan laufen Betatests neuer Entwicklungen zur weiteren Steigerung der Geschwindigkeit und Leistung an. Neben PET und BOPP kann die Digitaldruckmaschine nun zusätzliche Substrate bedrucken, unter anderem MDO-PE und BOPE (ab 20 µm), Papier (bis zu 100 g/m²) und Etikettenmaterial. Die maximale Substratstärke wurde erhöht und liegt nun bei 130 µm (40 µm bei Folien). Neben der größeren Substratvielfalt ist die Druckmaschine auch in puncto Weiterverarbeitung flexibel, passt sich nahtlos in Weiterverarbeitungsprozesse ein und macht keinerlei Spezialbehandlung erforderlich.
Geyssel Sondermaschinen
Halle 11/Stand B 06

Pick-&-Place-Einheiten des Typs 680/681 Bild: Geyssel
Als Hersteller von Applikatoren zur Aufbringung von zum Beispiel umweltfreundlichen Trinkhalmen aus Papier oder etwa Löffeln und Gabeln aus Holz auf Verpackungen zeigt einen neuen Applikator der Serie 700, der 50.000 Trinkhalme pro Stunde aufbringen kann. Damit ist er eine der weltweit schnellsten Anlagen dieser Art, wenngleich optisch kein großer Unterschied zu den Applikatoren der 500er-Serie Serie besteht. Ebenfalls gezeigt wird eine neue Pick-&-Place-Einheit des Typs 680/681. Die Anlage ist generell für ungegurtete Objekte konzipiert. Im speziellen Fall wird die Ablage von Holzlöffeln in Becher demonstriert, wobei eine Leistung von 120 Stück pro Minute erreicht wird. Die Löffel werden über ein Förderband zugeführt und mit Hilfe eines Delta-Roboters platziert.
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Herma
Halle 8a/Stand D11, Halle 8b/Stand C27, Halle 16/Stand D72-3 (Packaging Valley)

Rundum-Etikettiermaschine „152E HC“ Bild: Herma
An Lohnabfüller von Pharmaprodukten richtet sich die neue Rundum-Etikettiermaschine „152E HC“, die Herma am Stand des Packaging Valleys zeigt. Sie deckt eine große Produktrange mit einem minimalen Bedarf an Formatteilen ab. Viele Pharmaanforderungen sind bereits als Standard umgesetzt, etwa die Voraussetzungen für Audittrail und Batchreport, Bedruckung durch Lasersysteme, Kamerakontrolle und Auswurf auf Schlechtband. Die „152E HC“ erreicht eine Leistung von bis zu 200 Produkten pro Minute und erfüllt dabei sämtliche Anforderungen der pharmazeutischen Kennzeichnung. Neu ist auch der digitale „Green Guide“, der Besucher strukturiert durch Kriterien wie Recyclingfähigkeit, Materialkompatibilität und PPWR-Vorgaben führt. Er bietet Verpackungsentwicklern eine fundierte Entscheidungsgrundlage.
Illig Packaging Solutions
Halle 6/Stand A60

„BFU 300“ von Illig Bild: Illig
Illig Packaging Solutions erweitert ihr Portfolio im Bereich End-of-Line-Automatisierung um zwei neue Box-Packer-Lösungen. Mit der neuen „BFU 300“ und der Performance-Variante „BFU 500“ bietet das Unternehmen künftig vollständig integrierte Box-Filling-Units (BFU) an, die auf der eigenen Antriebs-, Software- und Steuerungstechnologie basieren und die bisher eingesetzten Fremdsysteme ablösen. Die Performance der Thermoform-Systeme wird durch die neuen Packer nicht eingeschränkt. Beide Packer sind stationär positioniert, sodass beim Formatwechsel kein Verfahren der Maschine erforderlich ist. Die neuen Box-Packer werden zunächst für RDM/RDML-Systeme verfügbar sein, Lösungen für RDK-Systeme befinden sich in Vorbereitung.
Karopack
Halle 7/Stand E30

„Karocycler“ Bild: Karopack
Der Spezialist für die Verwertung von Altkartonagen zu Transportschutz-Polstern feiert seine Interpack-Premiere. Gezeigt wird der „Karocycler“ – via Bildschirm. Der aus einem vorgeschalteten Shredder und der eigentlichen Verpackungsmaschine bestehende „Karocycler“ ist in erster Linie für Firmen mit hohem Altkartonanfall und großem Bedarf an Füllmaterialien konzipiert. Das zerkleinerte Material wird unter Staubseparierung in einen Vorratsbehälter gesaugt und anschließend mit Kraftpapier zu so genannten Karopacks umhüllt. Die Kapazität der flexibel installierbaren, den örtlichen Gegebenheiten anpassbaren Anlage ist auf den jeweiligen Mengenanfall abstimmbar und erreicht eine Leistung von bis zu 3,5 m³ pro Stunde. Es werden insgesamt acht verschiedene Maschinentypen offeriert.
Koch Pac-Systeme
Halle 15/Stand B24

Die modulare Maschine „KMO“. Bild: Koch Pac-Systeme
Nach der Weltpremiere im vergangenen Jahr setzt Koch Pac-Systeme den Weg von „Koch goes Modular“ fort. Das Unternehmen zeigt die modulare Maschine „KMO“ erstmals mit integrierter Faltschachtelverarbeitung, einer komplett neuen Erweiterung des Systems. Die „KMO“ verarbeitet nun auch Faltschachteln aus Karton. Diese Verpackungsform gewinnt durch hohe Rezyklierbarkeit, Materialeffizienz und zuverlässigen Produktschutz weiter an Bedeutung. Der horizontale Kartonierprozess mit seitlichem Produkteinschub ermöglicht eine prozesssichere und vollständig automatisierte Verarbeitung. Dank der modularen Bauweise mit standardisierten Schnittstellen passt sich die Maschine schnell neuen Marktanforderungen an, etwa durch flexible Prozesserweiterungen, schnelle Modulwechsel oder eine reibungslose Inbetriebnahme.
Loeschpack
Halle 14/Stand C36

Falteinschlag-Maschine aus der L-Serie Bild: Loeschpack
Maschinenhersteller Loeschpack bringt eine Weltpremiere nach Düsseldorf: eine vollständig neu entwickelte zweistufige Falteinschlag-Maschine aus der L-Serie. Die neue Maschine steht für einen neu gedachten Maschinenansatz. Grundlage der Neuentwicklung sind jahrzehntelange Erfahrung in der zweistufigen Falteinschlag-Verpackung sowie die enge Zusammenarbeit mit Kunden weltweit. Ein kompakter Maschinenaufbau mit schmalem Footprint und eine verbesserte Zugänglichkeit für Reinigung und Wartung erhöhen Wirtschaftlichkeit und Anlagenverfügbarkeit. Auf der Messe zeigt Loeschpack die Maschine erstmals im Betrieb.
Packaging Valley
Halle 16/Stand D72-3
Packaging Valley hat 17 Mitaussteller am Gemeinschaftsstand. Der neu geschaffene „Components Hub“ erweitert das Standkonzept um ein eigenes Format für Zulieferer und Komponentenhersteller. Dort sind vertreten: Ads-tec Industrial IT (Industrie-Computer), Eisele (Metall-Verbindungslösungen), Euchner (Sicherheitssysteme), Lenord + Bauer (Positionierantriebe), LTK Lineartechnik Korb (Lineartechnik, Antriebe und Linearachsen aus Edelstahl), SEW-Eurodrive (webbasierte Plattform für Maschinenbauer, Systemintegratoren und Betreiber von Verpackungslinien).
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Saropack
Halle 9/Stände D20 + G23-4 sowie Halle 13/Stand B15

„Saropacker Kombifill“ Bild: Saropack
Saropack ist in Düsseldorf dreimal vertreten, jeweils an gemeinsamen Messeständen mit den Produktionswerken. In Halle 9 zeigt das Unternehmen die hochtransparente Schrumpffolie „Sarolon OXBTEC“ mit lebensmittelkonformem Rezyklat-Anteil, Sauerstoff- und Feuchtigkeitsbarriere, gedacht für die Verpackung von frischen Lebensmitteln unter Schutzatmosphäre zur Verlängerung der Haltbarkeit und zur Reduktion von Food Waste. Ebenfalls in Halle 9 zeigt Saropack die „Saropacker Kombifill“, eine halbautomatische Füllmaschine für Einzelbeutel und/oder Beutel in der Kette. Und in Halle 13 geht es um Folienverpackungsmaschinen für Schrumpf- und für Flowpack-Anwendungen. Gezeigt wird unter anderem das neue Maschinenprogramm der „Saropacker“-Flowpackanlagen mit hygienischer Bauart für die Lebensmittelindustrie.
Schäfer & Flottmann
Halle 16/Stand A03

Wraparound-Packer „SFS 414“ Bild: Schäfer & Flottmann
Schäfer & Flottmann zeigt die neueste Generation des Hochleistungs-Wraparound-Packers „SFS 414“. Das Exponat verfügt über einen vierspurigen Produkteinlauf und zwei Eckumsetzer. Bis zu 60 Produktlagen oder 30 Shelf-ready-Kartons können pro Minute vom flachen Zuschnitt in diversen Konfigurationen hergestellt werden. Die Anlagen der Baureihe decken die weitreichenden Anforderungen in der Sekundärverpackung vollumfänglich ab. Dies spiegelt die Vielzahl der verarbeitbaren Gebindeformen, zum Beispiel die Verpackung in offene Trays, Display- oder Wraparound-Kartons sowie Trays mit Dachlaschen. Die schnelle Formatumstellung der Maschine erfolgt über Spindeln oder vollautomatisch über Stellmotoren. Ein programmgestützter Formatwechsel ist eine wichtige Weiterentwicklung unter Digitalisierungs-Aspekten.
Transnova-Ruf
Halle 11/Stand F39

„Robot-Flexline Multi-Format“ für Wraparound- und American-Case-Kartons Bild: Transnova-Ruf
Transnova-Ruf zeigt eine ultrakompakte Robot-Verpackungsanlage. Auf einer Fläche von 3,0 x 2,0 m2 wird die Endverpackung sowohl in Wraparound-Kartons als auch in Faltkisten (American Case) in nur einem kompakten System vereint. Bei den Produkten handelt sich um Kosmetik, primärverpackt in Sachets oder teilweise in Faltschachteln vorverpackt, mit einer Leistung von bis zu 150 Produkten/Minute. Für die Kartonerzeugung (bis zu 13 Kartons/Minute) wird mittels eines Robot-Case-Erecting-Moduls extrem platzsparend bei gleichzeitiger Prozessstabiltät entweder ein Wraparound-Karton produziert, verklebt mit Heißleim, oder eine Faltkiste, verklebt mit Selbstklebeband. Nach der Vorgruppierung der Produkte mittels „Magic-Belt-Accumulator“ erfolgt die Befüllung der Kartons hochflexibel eine Packroboter.
Texte: Unternehmen
Redaktion: Stefan Becker
Reihenfolge und Nicht-Erwähnung nicht wertend



