Hot Topic auf der Interpack

Verpackungsmaterialien im Fokus

„Innovative Materials“ heißt eines der Hot Topic der Interpack vom 7. bis 13. Mai in Düsseldorf. Mehr als 1.000 Aussteller aus dem Bereich Verpackungslösungen, Packstoffe und Packmittel bündeln unter diesem Hot Topic, die gesamte Bandbreite aktueller Materialentwicklungen.

Bild: Messe Düsseldorf

Neue Materialtechnologien und Designs werden die Verpackung von morgen prägen. Diese sind seit jeher von zentraler Bedeutung für die Verpackungsbranche. Die Anforderungen steigen kontinuierlich: Neue regulatorische Vorgaben, höhere Erwartungen an Nachhaltigkeit und Recyclingfähigkeit sowie zusätzliche funktionale Anforderungen prägen die Material­entwicklung. Deshalb sind hochentwickelte Kunststoffe, faserbasierte Materialien und intelligente Beschichtungen gefragt, um Haltbarkeit, Schutz und Recycelbarkeit zu optimieren.

Materialienvielfalt in den Fokus gerückt

Betrachtet man die globale Marktlage, so stellen flexible und starre Kunststoffverpackungen mit insgesamt 65 Prozent den größten Marktanteil bei Konsumgüterverpackungen dar (2024, VDMA/ Euromonitor). Auf der interpack sind auch bei den Ausstellern zahlreiche Kunststofflösungen zu sehen – in Behältern und flexiblen Verpackungen, einschließlich bio-basierter Folien mit einem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit. Anlaufstellen sind in der Halle 9 und Halle 10 zu finden. Ein großes Angebot gibt es auch im Bereich der Packhilfsmittel wie Klebstoffe und Klebebänder in den Hallen 7 und 10.

Papier- und kartonbasierte Verpackungen kommen weltweit auf einen Marktanteil von rund 16 Prozent bei Konsumgütern. Bis 2029 wird für dieses Segment ein weiteres Wachstum von etwa acht Prozent erwartet. Auf der Interpack ist der Bereich für Papier, Karton, Wellpappe und Verpackungsdruck in der Halle 8a zu finden. Ebenfalls in Halle 8a angesiedelt sind Labelling- und Coating-Lösungen.

In Bezug auf Nachhaltigkeit und CO₂-Bilanz bietet die Stahldose ganz klar Vorteile. Laut Branchenzahlen liegt der Anteil von Metallverpackungen derzeit bei 12 Prozent, mit einem prognostizierten Wachstum von 13 Prozent in den kommenden Jahren. Getrieben wird dieser Trend zu Metallverpackungen durch die Nachhaltigkeitsanforderungen und der CO₂-Fußabdruck der Verpackung oder auch strategische Überlegungen zur Erweiterung der Wertschöpfungskette. Metallverpackungen, insbesondere Dosen und Dosenverschließ-systeme, gibt es in der Halle 7a.

Auch Glasverpackungen, ein Klassiker unter den Verpackungslösungen, sind auf der Interpack in Halle 10 vertreten. Glas hatte im Jahr 2024 einen Anteil von acht Prozent am Einzelhandelsumsatz mit Konsumgüterverpackungen und es wird ein weiteres Wachstum von sechs Prozent bis 2029 erwartet.

Einen zusätzlichen Akzent setzen alternative und neue Materialien, speziell in Halle 9. Hier geht es insbesondere um Innovationen im Bereich biobasierte Kunststoffe während in Halle 8a faserbasierte Materialien gezeigt werden.

„Die Vielfalt der Materialien und ihrer Anwendungen auf der Interpack ist international einzigartig“, sagt Thomas Dohse, Director der Interpack. „Mit unserem Hot Topic „Innovative Materials“ rücken wir den Packmittelbereich dieses Jahr bewusst in den strategischen Fokus und bündeln Entwicklungen aus internationalen Märkten.“ (hw)

Baumer hhs

Halle 2 / Stand 229

Bild: Baumer hhs

Prozesssicherheit in Multi-Point-Gluern

Das Xact Easyfold-System von Baumer hhs ermöglicht es, im Faltschachtelkleben mit Multi-Point-Gluern selbst bei anspruchs­vollsten Materialien engste Toleranzen einzuhalten. Eine Kernkomponente der Waterscoring-Lösung ist das Präzisions­ventil SW-600 Easyfold. Der zweistufige Filteraufbau verhindert das Zusetzen der Düsen auch bei kleinen Durchmessern. Seine Dichtungen minimieren das Risiko von Tropfbildung, selbst nach längerer Betriebszeit. Das kommt der Prozess­sicherheit zugute. Zudem lässt sich das Ventil dank seiner kompakten Bauweise auch bei beengten Platzverhältnissen in Multi-Point-Gluer und Faltschachtel-Klebemaschinen integrieren. Das Falz­hilfsmittel wird ihm über eine druck­geregelte Versorgungseinheit zugeführt. Diese stellt einen stufenlosen Arbeits­bereich von 1 bis 5 bar bereit.

Henkel

Halle 10 / D45

Bild: Henkel

Kaltversiegelung für Papier

„Die erste Cold-Seal-Lösung speziell für barrierebeschichtete Papier­verpackungen“: Mit „Loctite Liofol CS 7106 R“ schließt Henkel nach eigenen Angaben eine technologische Lücke. Die Kalt-Siegel-Beschichtung erlaube die prozesssichere Herstellung recycling­fähiger Verpackungs­strukturen und eine sichere Abdichtung, ohne dass Wärme notwendig sei. Henkel verspricht „eine hohe und dauerhaft zuver­lässige Versiegelung“, „sehr gute Haftungs­eigenschaften“ und eine Verarbeitung „auch bei hohen Liniengeschwindigkeiten in konstant hoher Qualität“. Mit der Versiegelung will Henkel explizit Kunst­stoff ersetzen, etwa im Snack- und Süßwarensegment, aber auch bei Sammel­karten. Das Produkt sei mit mechanischem Papierrecycling kompatibel – wichtig mit Blick auf die PPWR.

Amcor

Halle 15 / Stand C13

Bild: Amcor

Standardflasche individuell gestaltbar

Amcor hat eine neue, formschöne Standardflasche für die Beauty- und Körperpflegebranche auf den Markt gebracht. Die Flasche bietet vielfältige Individualisierungsmöglichkeiten und ist bereits ab einer geringen Mindest­bestellmenge erhältlich. So können laut Amcor Marken schnell wirkungsvolle Verpackungen auf den Markt bringen. Die neue Flasche in der Farbe Mocha besticht durch ihren abgerundeten Boden und die geschwungenen Schultern, die im Regal einen starken Eindruck hinterlassen. Sie ist in verschiedenen Farben und Ober­flächen erhältlich und bietet viel Platz für individuelles Branding. Sie ist in den Größen 100 ml, 250 ml und 500 ml er­hältlich und kann mit verschiedenen Klappdeckeln und Pumpen kombiniert werden. Unternehmen erhalten so eine Komplettlösung, die genau auf die Be­dürfnisse ihrer Produkte zugeschnitten ist.

B&R

Halle 6 / Stand E26

Bild: B&R

Verpackungs- und Materialflussprozesse neu ausrichten

Die Lösungen der Machine Automation Division von ABB für die Verpackungs­industrie sind auf kurze Umrüstzeiten, vielfältige Auftragsprofile und daten­gestützte Optimierung ausgelegt. Automatisierungslösungen wie die Transportsysteme AcoposTrak und Acopos 6D, die dynamische, frei konfigurierbare Einzelprodukt-Bewegungen ermöglichen, stehen im Mittelpunkt. Die neueste Acopos-6D-Lösung, die auf der magnetisch schwebenden B&R-Planartechnologie basiert und eine vollständig adaptive, kontaktfreie Produktbewegung auf sehr kleinem Maschinenraum ermöglicht, ist eines der Highlights. Durch die Kombi­nation von Fördertechnik mit dem 6D-Planarsystem lassen sich die Kosten pro Artikelnummer senken, die Anzahl der verarbeiteten SKUs (Stock Keeping Units) pro Minute steigern und neue Produkte schneller wirtschaftlich herstellen.

Koch Paysteme

Halle 15 / Stand B24

Bild: Koch Pac-Systeme

Integrierte Faltschachtelverarbeitung dank Modularität

Koch Pac-Systeme zeigt, wie flexibel sich das modulare Konzept in Richtung integrierte Faltschachtel-Verarbeitung weiterentwickeln lässt. Mit der Einführung der Maschine KMO setzt man auf eine Lösung, die Flexibilität und Wirtschaft­lichkeit vereint. Dank standardisierter Schnittstellen passt sich die Maschine schnell neuen Marktanforderungen an, etwa durch flexible Prozesserweiterungen, schnelle Modulwechsel oder eine reibungs­lose Inbetriebnahme. Die Maschine verarbeitet nun auch Faltschachteln aus Karton. Diese Verpackungsform gewinnt durch hohe Rezyklierbarkeit, Material­effizienz und zuverlässigen Produktschutz weiter an Bedeutung. Der horizontale Kartonierprozess mit seitlichem Produkt­einschub ermöglicht eine prozesssichere und vollständig automatisierte Verarbeitung.