Präzise Dosenetikettierung für Kräuterhaus Sanct Bernhard

Bis zu 30.000 Dosen pro Tag

Der schnell wachsende Bereich der Nahrungsergänzungsmittel erfordert Flexibilität in allen Belangen der Verpackungs- und Produkt­kennzeichnung. Die Anforderungen an die Etikettierung sind oft klar definiert: Präzision, wirtschaftliche Prozesse und flexible Einsatz­möglichkeiten.

Die intuitive Nutzerführung per Touchscreen trägt zu Bedien- und Prozesssicherheit bei.

Bis zu 30.000 Dosen in zehn Formaten pro Tag: eine Herausforderung, die eine hohe Flexibilität benötigt.

Bilder: Herma

Mit Rollenprisma ausgestattet, appliziert Maschine die Etiketten präzise – und dass bei hoher Wirtschaftlichkeit.

Präzision bei der Etikettierung: Pietro Carlucci (rechts), Produktionsleiter für Nahrungsergänzungsmittel, setzt im Kräuterhaus Sanct Bernhard auf exakt arbeitende Systeme.

Hochwertige, wirkungsvolle Naturheilmittel, Nahrungsergänzungsmittel und Körperpflegeprodukte aus eigener Herstellung – dafür steht das Kräuterhaus Sanct Bernhard seit mehr als 120 Jahren. Täglich verlassen rund 6.000 Pakete mit Produkten aus einem Sortiment von über 1.000 Artikeln das Haus. Die daraus resultierenden Anforderungen an die Etikettierung sind klar definiert: höchste Präzision, wirtschaftliche Prozesse, flexible Einsatzmöglichkeiten und nicht zuletzt eine intuitive Bedienung der Etikettierer. Seit 2015 kommen in dem Unternehmen mit Hauptsitz in Bad Ditzenbach Etikettier-Maschinen von Herma zum Einsatz.

Spiralversatz unbedingt vermeiden

Allein im wachsenden Bereich der Nahrungsergänzungsmittel gewährleisten mittlerweile sechs Rundumetikettier-Maschinen vom Typ 152C eine zuverlässige Kennzeichnung von Dosen mit Tabletten, Kapseln und Pulvern. Der jüngste Neuzugang, konstruiert im reinigungsfreundlichen Clean Design, stammt aus dem Jahr 2025. Dazu kommt noch ein halbautomatischer Etikettierer vom Typ 211 für die sogenannte Show-Produktion von Tabletten, die über das eigene Laden­geschäft einsehbar ist. „Wir etikettieren in unserem Bereich bis zu 30.000 Dosen pro Tag – in zehn unter­schied­lichen Formaten, mit teilweise sehr großen und deshalb herausfordernden Etiketten. Für uns zählt dabei absolute Präzision“, sagt Pietro Carlucci, Produktionsleiter für die Nahrungsergänzungsmittel des Kräuterhauses. Ein sichtbarer Spiralversatz sei unbedingt zu vermeiden, erst recht bei Wickeletiketten. Die Etikettierung müsse die Produktqualität optisch unterstreichen. „Unsere Kunden erwarten hochwertige, einwandfreie Produkte – da muss auch das Etikett perfekt sitzen. Das Gesamtbild zählt.“ Deshalb hat sich das Kräuterhaus bei den 152C bewusst für eine Ausführung mit Rollenprisma entschieden. „Sie ist in puncto Etikettiergenauigkeit schlicht unschlagbar, auch wenn eine Lösung mit Anwalzband und Gegen­druckplatte womöglich etwas schneller wäre.“ Die äußerst kompakten Maschinen, die jeweils mit Heißprägedruckern von König & Bauer ausgestattet sind, laufen in der Spitze mit bis zu 40 Takten pro Minute – bei Losgrößen, die von wenigen hundert bis zu mehreren zehntausend Stück reichen. Die hohe Bandbreite an Dosengrößen und -formaten stellt kein Problem dar: Ob 100 ml oder 1.250 ml – jedes Gerät ist so flexibel, dass ein Formatwechsel in weniger als 15 Minuten erledigt ist. Die meisten Einstellungen lassen sich dabei werkzeuglos vornehmen.

Schnelles Reagieren auf Marktdynamiken

Diese Flexibilität der Etikettiermaschinen in Verbindung mit dem geringen Bauraum zahlt sich für das Kräuterhaus gleich mehrfach aus: Sie ermöglicht nicht nur das agile Handling unterschiedlichster Produkte auf derselben Linie mit geringem Platzbedarf, sondern auch das schnelle Reagieren auf Marktdynamiken. „Wenn etwa Influencer über ein bestimmtes Mittel berichten und die Nachfrage stimulieren, können wir rasch reagieren. Das ist sicherlich eine unserer Stärken“, erklärt Carlucci. „Unsere Etikettierer müssen sofort einsatzbereit sein – egal, ob für Topseller wie Magnesium-Kapseln oder eine Sonderaktion.“ Ein zusätzlicher Vorteil: Die sechs identischen Maschinen vom Typ Herma 152C lassen sich einheitlich bedienen – ideal für Mitarbeitende, die flexibel an mehreren Linien eingesetzt werden. Sie erwartet immer die bestens vertraute Etikettiertechnik. Dazu trägt vor allem auch das Bedienkonzept des Etikettierers bei: „Wir haben viele Kolleginnen und Kollegen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist. Da hilft die intuitive Touch-Bedienung enorm.“

Stabile und verlässliche Etikettierung-Prozesse

Dass das Kräuterhaus jährlich allein im Bereich Nahrungsergänzungsmittel über 700 Mio. Tabletten und Kapseln produziert und weltweit in über 90 Länder verschickt, unterstreicht den Anspruch an stabile und verlässliche Prozesse, auch in der Kennzeichnung. „Ich bin zufrieden mit den Etikettiermaschinen“, fasst Pietro Carlucci zusammen. „Kompakt, präzise, zuverlässig und flexibel lassen sie praktisch keine Wünsche offen.“ Wirklich nicht? „Na ja, um uns noch flexibler zu machen, würde ich mir wünschen, die Heißpräge-Drucker könnten nicht nur einzeilig, sondern am besten dreizeilig drucken“, sagt Carlucci. „Aber mein Traum sind Laserdrucker. Für die eingesetzten Folienetiketten wäre das ideal, auch wenn das natürlich eine beträchtliche Investition bedeuten würde.“ Auch eine solche Lösung wäre mit Herma Etikettiermaschinen jederzeit realisierbar. (hw)