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Monomaterial-Lösungen unterstützen Einhaltung von Nachhaltigkeitsregularien

Lebensmittel nachhaltig frisch verpackt

Lebensmittelverpackungen wie Standbodenbeutel und Spouted Pouches müssen heute den hohen Ansprüchen der Konsument genügen. Sie sollen praktische Convenience bieten und zugleich strengen Nachhaltigkeitsstandards entsprechen. Auch die Gesetzgebung fordert kreislauffähige Lösungen. Eine zentrale Rolle spielt dabei der Monomaterial-Ansatz, der zur Zukunftsfähigkeit von Lebensmittelverpackungen beiträgt.

Convenience-Produkte, besonders Lebensmittel, sind seit Jahren im Trend. Immer mehr Menschen arbeiten im Home-Office und sind daher auf der Suche nach schnellen Lösungen für ihre Mahlzeiten in der Mittagspause. Fertigprodukte in Kochbeuteln erfüllen diesen Zweck. Babynahrung durchlebt einen ähnlichen Wandel. „Immer mehr Eltern greifen zu pasteurisierten beziehungsweise sterilisierten Produkten, die sich unterwegs leicht verzehren lassen“, sagt Jan-Mark Wilke, Business Development Manager Fresh & Processed Food, Consumer Flexibles bei Mondi. „Standbodenbeutel und Spouted Pouches aus Kunststoff bieten eine besonders praktische und hygienische Verpackungslösung. Sie sind leicht, wiederverschließbar und eignen sich ideal für den flexiblen Einsatz unterwegs“, fährt Wilke fort.

Neben der praktischen und einfachen Handhabung spielt der Faktor Nachhaltigkeit eine zunehmend wichtige Rolle. Da sich die Menge an Verpackungsabfall in den letzten 20 Jahren mehr als verdoppelt hat, ist die Recyclingfähigkeit eine zentrale Voraussetzung bei Design und Produktion von Verpackungsmaterial. Nicht zuletzt beeinflusst sie auch die Kaufentscheidungen und bewegt Unternehmen zu ressourcenschonenden Verpackungslösungen.

Reduzierung von Lebensmittelabfällen

„Wir bei Mondi sind überzeugt, dass nachhaltige Verpackungen nicht nur Kunststoffmüll reduzieren, sondern auch eine Schlüsselrolle bei der Bekämpfung von Lebensmittelabfällen spielen können“, so Jan-Mark Wilke. Intelligente Verpackungslösungen tragen dazu bei, Lebensmittel während des Transports und der Lagerung zu schützen, die Haltbarkeit zu verlängern und den Verderb zu verhindern. Der FAO zufolge gehen jedes Jahr 1,3 Mrd. Tonnen Nahrungsmittel verloren oder werden weggeworfen – genug, um zwei Milliarden Menschen zu ernähren.

Monomaterial-Beutel beispielsweise können mehrschichtige und nicht recycelbare Verpackungen für eine Vielzahl von Produkten ersetzen. Das in den meisten konventionellen Lösungen verwendete Aluminium wird durch innovative Hochbarriere-Folien ersetzt, die Temperaturbeständigkeit gewährleisten und kurze Verarbeitungszeiten während des Retortenprozesses ermöglichen. Die Verpackung schützt das Produkt, ermöglicht eine lange Haltbarkeit und reduziert potenzielle Lebensmittelabfälle.

Convenience-Produkte, besonders Lebensmittel, sind seit Jahren im Trend.

Jan-Mark Wilke, Business Development Manager Fresh & Processed Food, Consumer Flexibles bei Mondi. „Standbodenbeutel und Spouted Pouches bieten eine praktische und hygienische Verpackungslösung.

Kreislaufwirtschaft stärken

Die neue Europäische Verpackungsverordnung PPWR stellt hohe Anforderungen an die Recyclingfähigkeit von Verpackungen. Der Druck auf Hersteller, ihre Produkte zunehmend aus nachhaltigen und recyclingfähigen Materialien zu fertigen, kommt demnach nicht nur seitens der Verbraucher, sondern auch vom Gesetzgeber. Die PPWR ist am 11. Februar 2025 in Kraft getreten, und gilt grundsätzlich ab dem 12. August 2026, einzelne Pflichten sind gestaffelt und werden durch nachgelagerte Rechtsakte konkretisiert. Die Europäische Union verfolgt damit ehrgeizige Ziele: Die Umwelteinflüsse von Verpackungen sollen reduziert, die Kreislaufwirtschaft gestärkt, Ressourcen effizient genutzt und die Abfallmengen dadurch verringert werden. Die Verordnung definiert konkrete Regelungen zur Recyclingfähigkeit von Verpackungsmaterialien, um diese Ziele zu erreichen. Die PPWR sieht vor, dass Verpackungen künftig definierte Recyclingfähigkeits-Anforderungen erfüllen müssen (u.a. ab 2030) und dass ab 2035 zusätzlich die Umsetzung im Markt („Recycling im großen Maßstab“) stärker berücksichtigt wird.

Für Hersteller bedeutet die PPWR: Neue, zukunftsfähige Verpackungslösungen, die den hohen gesetzlichen Anforderungen entsprechen, sind gefragt. Besonders im Fokus steht dabei der Einsatz von Monomaterialien. Im Gegensatz zu Verbundverpackungen, die aus mehreren, teilweise unterschiedlichen Materialschichten wie Polyester, Aluminium oder Polyethylen bestehen und sich nur schwer trennen und recyceln lassen, bestehen Monomaterial-Verpackungen aus Kunststoffen einer einzigen Polymerfamilie – etwa Polypropylen (PP) oder Polyethylen (PE). Monomaterial-Strukturen können die technische Recyclingfähigkeit verbessern, weil sie – im Vergleich zu komplexen Verbunden – besser mit bestehenden Sortier- und Recyclingprozessen kompatibel sein können, sofern geeignete Sammel- und Verwertungssysteme vorhanden sind.

Hohe Nachhaltigkeitsstandards erfüllen

Mondi bietet innovative Verpackungskonzepte, die konsequent nach anerkannten Design-for-Recycling-Prinzipien entwickelt wurden, wobei Materialvereinfachung und Recyclingfähigkeit gemäß den CEFLEX- und RecyClass-Richtlinien im Vordergrund stehen. Zum Portfolio gehören Lösungen für frische und verarbeitete Lebensmittel, darunter der sterilisierbare Standbodenbeutel re/cycle RetortPouch sowie der re/cycle SpoutedPouch. Beide Varianten sind in Polypropylen-oder Polyethylen-Monomaterialien verfügbar und kommen ganz ohne Aluminiumschichten aus. Mit Größen von 70 ml bis 2.500 ml decken sie damit ein breites Anwendungsspektrum ab, etwa für Fruchtpürees, Milchprodukte, Babynahrung, Saucen, Gewürze oder Fertiggerichte.

Eine der größten Aufgaben bei der Entwicklung solcher Lösungen besteht darin, die Barriere-Eigenschaften klassischer Aluminiumverbunde zu ersetzen, ohne Kompromisse bei der Haltbarkeit einzugehen. „Genau hier setzt die Innovation von Mondi an. Der sterilisierbare Standbodenbeutel nutzt anstelle von Aluminium eine spezielle Hochbarriere-Folie auf Polypropylen-Basis. Sie bietet eine Produkthaltbarkeit von bis zu zwölf Monaten und hält Temperaturen bis 121°C stand. Konsumenten können Speisen also direkt im Beutel erhitzen“, erklärt Jan-Mark Wilke.

Neben Nachhaltigkeit und Benutzerfreundlichkeit zählt auch die Wirtschaftlichkeit zu den Schlüsselkriterien moderner Verpackungskonzepte. Daher hat Mondi seine Lösungen so entwickelt, dass sie auf bestehenden Produktions- und Abfülllinien eingesetzt werden können. Neue Maschinen sind nicht erforderlich; eine einfache Kalibrierung genügt zur Umstellung von Mehrschicht- auf Monomaterialverpackungen. Die Beutel sind sowohl für Umgebungstemperaturen als auch für Heißabfüllung, Pasteurisierung und Sterilisationsprozesse in der Retorte geeignet. Durch den Einsatz von geeigneten Farbsystemen entsteht zudem ein brillanter Druck, der die Verpackungen im Regal optisch hervorhebt.

Spagat zwischen Nachhaltigkeit und Convenience

Zukunftsorientierte Verpackungen für frische und verarbeitete Lebensmittel müssen ökologische Verantwortung mit Verbraucherkomfort vereinen. Die Monomaterial-Lösungen schaffen diesen Spagat: Sie unterstützen die Einhaltung von Nachhaltigkeitsregularien und erfüllen zugleich die wachsenden Erwartungen an praktische, ressourcenschonende Verpackungen. Damit ermöglichen sie Herstellern, Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und Produktqualität in Einklang zu bringen – ohne Abstriche bei Leistungsfähigkeit oder Effizienz in der Lieferkette. (hw)

Produktvorstellungen

Omron

Bild: Omron

Vereinfachte KI-basierte Qualitätskontrollen

Die FHV7-AI-Detection-Kamera von Omron bringt die Leistungsfähigkeit künstlicher Intelligenz direkt in die visuelle Inspektion. Anstatt aufwendig konfiguriert werden zu müssen, lernt das System selbstständig anhand weniger Beispielbilder schnell, präzise und zuverlässig. Dadurch verkürzt sich die Einrichtungszeit auf nur wenige Minuten. Gleichzeitig passt sich die Kamera kontinuierlich an Produktvariationen an und sorgt so für stabile und reproduzierbare Prüf­ergebnisse. Diese Technologie eignet sich ideal für Inspektionsaufgaben wie z.B. die Kontrolle korrekter Produkttypen oder die Sicherstellung, dass Datums-Codes vorhanden und lesbar sind. Mit ihrer intelligenten Lernfähigkeit vereinfacht sie Qualitäts­kontrollen und macht visuelle Inspektionen effizienter.

Marbach

Bild: Marbach

Abgestimmt für den Stanzprozess

Die Gummierung spielt eine große Rolle für das Laufverhalten der Stanzmaschine und beeinflusst Prozesssicherheit, Auswurf und Werkzeugstandzeit. Im Prozess fixiert die Gummierung den Bogen, verhindert das Festsetzen des Materials im Werkzeug und stabilisiert die Haltepunkte. Bei hohen Geschwindigkeiten und komplexen Layouts ist ein präzises Zusammenspiel aller Gummi eigenscha€en erforderlich. Marbach bietet mit nun mit Marba ject eine Gummierungslösung, die diese Anforderungen in einem abgestimmten System zu vereinen. Die hohe Rückprall-Elastizität unterstützt einen gleichmäßigen Auswurf, während die hohe Ab riebfestigkeit für lange Standzeiten sorgt. Dank ISEGA-Zertifi zierung eignet sich die Lösung auch für den Einsatz im Lebens mittelbereich.