Das stört Verbraucher an Adventskalendern

Ein beliebtes Ritual trifft auf kritischere Kunden: Laut einer Untersuchung von ECC Köln und Revoic kaufen viele Deutsche weiterhin Adventskalender, wollen jedoch genauer auf zwei Aspekte achten. Und stören sich am Verpackungsmüll.

Laut einer aktuellen Umfrage zeigen sich Konsumenten kritischer im Hinblick auf Adventskalender. Fotocredit: Imago/Mario Hösel

Adventskalender bleiben für die Mehrheit der Verbraucher in Deutschland ein fest verankertes Vorweihnachtsritual. Allerdings rückt das Preis-Leistungs-Verhältnis zunehmend in den Fokus. Das geht aus einer Umfrage hervor, die das ECC Köln gemeinsam mit der Amazon-Agentur Revoic aufgelegt hat und für die 500 Konsumenten befragt wurden.

Laut den Studienergebnissen planen in diesem Jahr 44 Prozent der Befragten, einen Adventskalender für sich selbst zu erwerben, während 57 Prozent einen Kalender verschenken möchten. Haupttreiber für den Eigenkauf sind der Wunsch nach Vorfreude, Überraschung sowie eine kleine Belohnung im Alltag. Unter allen Befragten stehen klassische Schokoladen- und Süßwarenkalender mit 60 Prozent weiterhin unangefochten an der Spitze, gefolgt von Beauty- und Pflege- sowie Spielzeug- und Hobbykalendern mit jeweils 22 Prozent.

Inhalt, Preis und Verpackung

Gleichzeitig zeigen sich die Konsumenten kritischer gegenüber Inhalten und Preisen. Zwei Drittel der Befragten (66 Prozent) geben an, dass der Nutzen der enthaltenen Produkte den Preis meist nicht rechtfertige. Zudem sagen 64 Prozent, dass Kalender häufig Artikel enthalten, die ungenutzt bleiben. Weiterhin stören sich 53 Prozent an einer zu starken Nutzung als Werbemittel für Produktneuheiten, und 63 Prozent bemängeln den anfallenden Verpackungsmüll.

Nichtsdestotrotz bleibt das Format für Marken offenkundig attraktiv: 42 Prozent der Befragten nutzen Kalender gezielt, um Produkte einer Marke vergünstigt auszuprobieren, und 28 Prozent haben darüber bereits Produkte entdeckt, die sie später nachkauften.

Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH Köln, und Revoic-Geschäftsführer Stephan Bruns betonen daher, dass Händler und Hersteller neben der emotionalen Ansprache vor allem auf echten Produktnutzen, eine klare Zielgruppenansprache und ein nachvollziehbares Preis-Leistungs-Verhältnis achten sollten. „Ein Adventskalender bietet Marken die Chance, 24 Tage lang im Alltag ihrer Kunden präsent zu sein“, so Bruns.

Der Autor: Marco Hübner