Könnte auch eine Übersee-Verpackung sein: Beat Kaufmann von Kistag vor der «Digitalen Werkbank». Fotocredit: Stefan Becker

Verpackung als Werkbank

Kistag stellt einen mobilen Schrank vor, der digitale Systeme an Werkplätze bringen soll.

Kistag Dekopack aus Schüpfheim hat zwei Standbeine: Verpackungen vor allem aus Holz und Innenausbau. Während des Rendez-Vous zeigte Beat Kaufmann, Projektleiter Verpackungssysteme, wie beides zusammengeht: Die «Digitale Werkbank» ist ein mobiler Schrank aus Verpackungsmaterial, der eine Kommode enthält und Platz für einen Computerarbeitsplatz bietet.

«In vielen produzierenden Betrieben endet die Digitalisierung an der Werkstatttür», schreibr das Unternehmen auf der Website. Direkt an der Linie werde häufig noch mit Papierplänen und handschriftlichen Notizen gearbeitet. An der «Digitalen Werkbank» sei daher Platz für Monitor, Notebook und Werkzeug. «Aufträge liegen ja sowieso nur noch digital vor», sagt Kaufmann. Kistag will den digitalen Zugriff in der Maschinenhalle ermöglichen.

Die «Digitale Werkbank», die Kistag in Safenwil zeigte, war ein Prototyp, der sich für Kunden auf vielerlei Weise individualisieren lasse, so Kaufmann. Zum Beispiel sei die OSB-Platten-Optik Absicht, um die Herkunft aus dem Verpackungsbau zu betonen. Es seien auch laminierte Oberflächen und Aussenhüllen möglich. Das Modell stand zudem auf Rollen, sei aber auf Palette denkbar.

Eins sei stets wichtig: Das Möbel brauche eine Steckdose in der Nähe. Zwar liesse sich im Stauraum eine Batterie unterbringen, doch der Stromverbrauch vieler Werkzeuge, die sinnvollerweise hier ihren Platz fänden, übersteige die Kapazität von Batterien oder Akkus.

Der Autor: Stefan Becker