Jahresend-Verpackung

Ein ganzes Sortiment hinter 24 Türchen

Schokolade in 24 gleichen Stücken war gestern. Heute nutzen Hersteller den Countdown als Probierbox für ihr Sortiment und legen Extras obendrauf. Design und Optik gewinnen an Bedeutung – wie unsere Galerie zeigt.

Was zuerst auffällt: Preislich ist die Spreizung groß. Ritter Sport verlangt für seinen Schokowürfel-Kalender 11,99 Euro, Hitschies für den „Crazy Christmas Tree“ 49,99 Euro.

Die Gemeinsamkeit vieler Adventskalender steckt 2026 mehr denn je in der Füllung: Kaum ein Anbieter packt noch 24-mal dasselbe Produkt hinter die Türchen. Die Kalender führen stattdessen durch das eigene Sortiment.

Viele Hersteller mischen dabei Klassiker mit Produkten, die Kunden noch nicht kennen. Oder neue Produkte, die 2025 nicht im Kalender waren. Abwechslung muss sein.

Wer sich abheben will, legt etwas dazu, das man nicht isst. Geschichten. Spielzeug. Überraschung ist wichtig. Und auch Gewinnspiele sieht man immer öfter.

Oberdrein gewinnen Design und Optik immer mehr an Bedeutung. Sie sollen auch Markenerlebnis und Image transportieren.

Andres gesagt: Die Hersteller nutzen den Adventskalender auch als Einstieg in ihre Markenwelt. Sie wollen Kunden neue Produkte schmackhaft machen und bespielen dafür ihre Community. Und das tun sie durchaus selbstbewusst, wenn einige Marken ihren Kunden Preise um die 50 Euro zutrauen. Das klappt aber nur, wenn Vielfalt und Extras auch stimmen.

„Ritter Sport“: Der Schokowürfel-Kalender kommt 2026 in neuem Design. Bild: Ritter Sport

„Vom Fass“: Feinkost vom Thai-Basilikumöl bis zum Kaffeelikör, dazu Papierhäuser zum Selbstbauen. Hinter einem 25. Türchen wartet eine Überraschung. Bild: Vom Fass

„Glück“: Fruchtaufstrich-Kalender mit wechselnden Sorten in Mini-Gläsern. Mit neuen Sorten. Bild: Glück

„Freche Freunde“: In diesem Jahr gibt es zum ersten Mal einen Adventskalender in Zusammenarbeit mit Playmobil. Bild: Freche Freunde

Seeberger: Der Adventskalender 2026 enthält 24 Snacks aus dem bestehenden Sortiment. Bild: Seeberger

„Fruchtbar“: Eine Kombination aus Bio-Snacks in Originalgrüße, hochwertigem Holzspielzeug und einem einzigartigen Verpackungskonzept. Bild: Fruchtbar

„Neoh“: Die österreichische Food-Tech-Marke füllt die 24 Türchen mit 24 verschiedenen Snacks und mischt dabei Klassiker mit Produkten, die Kunden noch nicht kennen. Bild: Neoh

„Koro“: Snacks aus dem „Koro“-Sortiment, erstmals mit Socken. Per QR-Code gibt es an jedem Adventssonntag ein neues Märchen-Kapitel. Bild: Koro

„Salus“: Neu gestaltet wurden sowohl die winterliche Verpackung als auch das beiliegende Geschichtsbüchlein, das neben einer Weihnachtsgeschichte auch Ziehzeit-Tipps und Tee-Rezepte enthält. Bild: Salus

„Hitschies“: Der „Crazy Christmas Tree“ ist Kalender und DIY-Weihnachtsbaum in einem, mit 13 Neuprodukten. Bild: Hitschies

Ankerkraut: Vier Variationen von „Lütten“ bis „Deluxe“, verpackt in Schwarzweiß mit Goldillustration. Bild: Ankerkraut

Der Autor: Olaf Kolbrück