Bericht

16 Unternehmen gründen Recycling-Projekt

Auch schwierige Kunststoff-Haushaltsabfälle sollen zu Food-Verpackungen werden

Unter dem Namen „Infact“ haben sich 16 europäische Unternehmen und Organisationen zu einem Recycling-Projekt zusammengeschlossen. Im Zentrum steht das Ziel, aus Kunststoff-Haushalts­abfällen neue Verpackungen herzustellen, auch für Nahrungsmittel. Der Name steht ausgeschrieben für „Infrastructure for the Flexible plastic pAckaging Circular Transition“. Das Projekt unter der Federführung des Dänischen Instituts für Technologie verfügt über ein Budget von 3,2 Millionen Euro und erhält Mittel aus dem Programm „Trace“ des Dänischen Innovations-Fonds. Es soll bis 2028 laufen, also rund zwei Jahre. Aus Deutschland sind Interzero, Arcus Greencycling Technologies und das Fraunhofer IVV dabei. Das Projekt hat sich anspruchsvolle Ziele gesetzt. „Moderne flexible Lebensmittelverpackungen sind technisch hochentwickelt“, schreibt das Projekt. „Dadurch ist es nahezu unmöglich, das Material durch herkömmliches mechanisches Einschmelzen zu recyceln.“ Infact kombiniere mehrere sich ergänzende Recyclingtechnologien, „um diese Herausforderung zu meistern“.

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Zudem benennt Infact fragmentierte Wertschöpfungsketten und das Fehlen tragfähiger Geschäftsmodelle als wesentliche Hindernisse für das Recycling. Infact „soll dem entgegenwirken, indem es Technologien, Dokumentation und Marktnachfrage über die gesamte Verpackungskette hinweg miteinander verknüpft“. Mit anderen Worten: Das Projekt soll die Grundlage für technische Dokumentationen und damit für Konformitätserklärungen schaffen.

Der Autor: Stefan Becker