Turnkey Dosen- und Glaslinien
Verlässlich und schnell etikettieren
Während manche Regionen erst jetzt Cider als Trendgetränk für sich entdecken, blickt der fermentierte und alkoholhaltige Apfelsaft in anderen Ländern auf eine lange Tradition zurück: Insbesondere im Vereinigten Königreich und in Irland erfreut sich die Spezialität großer Beliebtheit.
Der Roboterpalettierer bereitet die fertig verpackten Produkte auf ihre Reise in den Handel und die Gastronomie vor. (Bild: Frank Reinhold)

Afrikanischer Apfelweinriese
Im 19. und 20. Jahrhundert hat sich der Cider bis in die entlegensten Kolonien und in das spätere Commonwealth, neben Indien, Kanada und Australien auch nach Südafrika verbreitet, wo er bis heute zu den beliebtesten Durstlöschern zählt.
Marktführer in Südafrika ist Distell, einer der führenden Getränkehersteller auf dem gesamten Kontinent und nach eigenen Angaben zweitgrößter Apfelweinhersteller weltweit. Ende 2000 durch die Fusion der Stellenbosch Farmers’ Winery mit der Distillers Corporation entstanden, produziert das Unternehmen Wein, Spirituosen sowie Cider und RTDs. Alleine die letzten beiden Kategorien machten 2021 mengenmäßig gut 55 Prozent der Produktion aus und sorgten damit für mehr als ein Drittel des Umsatzes von über 1,2 Milliarden Euro. Die Marke nutzt für ihre Tonalität einen spritzigen, geistreichen Humor, um den frischen Charakter des Getränks zu transportieren. So entstand beispielsweise in der Hochphase der Coronapandemie, die Idee der Savanna Virtual Comedy Bar: Hier konnte man sich wöchentlich auf Zoom mit Freunden treffen und bei einem gemeinsamen Cider mit Comedians interagieren. Aber auch sonst setzt Distell auf gesellschaftliche Verantwortung: Jenseits der finanziellen Ziele seiner Stakeholder sind vielfältige CSR-Aktivitäten fester Bestandteil der Unternehmensstrategie. Zusammen mit innovativen Marketingkonzepten und qualitativ hochwertigen Produkten sorgt dieses Engagement für eine breite Akzeptanz und hohe Identifikation beim Verbraucher.
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Zugesagte Zeitschiene eingehalten
Bereits seit rund 20 Jahren verbindet Distell eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Dortmunder Systemanbieter KHS. Das jüngste Beispiel der Zusammenarbeit steht in unmittelbarem Kontext zur steigenden Nachfrage der Marke Savanna. Dabei handelt es sich um eine Glaslinie mit einer Leistung von bis zu 60.000 330-Milliliter-Flaschen pro Stunde. „Uns kam es darauf an, unsere Leistung innerhalb kürzester Zeit um 30 Prozent zu erhöhen“, erklärt Sharief Gallie, der als Head of Manufacturing South Africa für die gesamte Produktion im Land zuständig ist. „Bei uns ist im Dezember Hochsommer und damit Hauptsaison für Cider. KHS konnte uns zusagen, die Maschinen innerhalb von siebeneinhalb Monaten schlüsselfertig zu übergeben.“ Das dabei avisierte Tempo habe in der Branche bisher kaum als möglich gegolten, erinnert sich Gallie. Umso zufriedener ist man, dass das Projekt innerhalb der zugesagten Zeitschiene fertiggestellt wird und die vereinbarten Leistungswerte einhält. Die einzige echte Herausforderung liegt außerhalb der Einflusssphäre von KHS: Der Nachschub an Glasflaschen, sodass man vor Ort über Alternativen nachdenken musste und schließlich rund 15 Millionen Liter in Dosen abfüllte. Als die Covid-Neuinfektionen in Südafrika Ende 2021 deutlich zurückgehen und alles nach Plan laufen kann, werden alleine im Dezember 25 Millionen Liter Cider abgefüllt – mehr als jemals zuvor innerhalb eines Monats. „Wir haben uns nicht nur mit unseren Maschinen sowie mit reibungslosen Installations- und Inbetriebnahme-Prozessen als wertvoller Partner von Distell etabliert“, betont Leroy Thangamuthu, Managing Director von KHS South Africa. Zur Linie gehören unter anderem ein Depalettierer, ein Rinser, der Füller, Kurzzeit-Erhitzer, Wärmer, zwei Verpackungsmaschinen – ein Shrink- und ein Tray-Packer – sowie ein Roboterpalettierer. Besonders haben es Gallie die beiden Etikettiermaschinen Innoket Neo Flex angetan: „Was wir bei diesen beiden Maschinen an Geschwindigkeit und Verlässlichkeit erleben, hat mich beeindruckt. Ich mag stundenlang über das tolle Design fachsimpeln können. Am aussagefähigsten ist jedoch immer das Feedback der Bediener über die Erfahrungen, die sie mit der Technik machen.“ Mit der neuen Einweg-Glaslinie ist das Ende der Abfüll- und Verpackungskapazität aber noch lange nicht erreicht. Als weitere Projekte hat man angesichts der weiterhin sprunghaft ansteigenden Nachfrage zusammen mit KHS eine neunte Linie für Springs sowie eine Dosenlinie für Stellenbosch ins Auge gefasst, um sowohl der Erfolgsgeschichte von Savanna als auch der gemeinsamen Partnerschaft ein weiteres Kapitel hinzuzufügen. (hw)